Thripse

Es gibt viele verschiedene Thrips-Arten, die unsere Kakteen in ähnlicher Art und Weise schädigen. Häufig werden zarte Triebe von ihnen angenagt. Ein Schadbild ist eine winzig , mit gelben Flecken punktierte Kakteen-Epidermis. Auch auffällig viele kleinbleibende und missgestaltete Blüten bzw. Blütenblätter können auf einen Befall von Thripse hindeuten.

Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis)
Kalifornischer Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) auf einer Aztekium hintonii Blüte

Thripse sind etwa 2 mm lang und bewegen sich im Verhältnis zu ihrer Größe sehr rasch. Oberflächlich betrachtet sehen sie wie längliche, wurmartige Wesen mit Beinen aus. Wobei Laven und ausgewchsene Tiere kaum voneinander zu unterscheiden sind. Lediglich die Flügel verraten hierbei ein älteres Tier. Thripse sind im Sommer fast überall in der Natur zu finden. Durch geöffnete Fenster und Türen gelangen sie leicht ins Haus, Gewächshaus oder Frühbeet. Insektengitter sind für sie leicht zu überwinden und bilden hierbei keinen Schutz. Durch anbringen von Gelb- oder Blautafeln kann man einen entsprechenden Befall nachweisen, jedoch nicht bekämpfen. Thripse pflanzen sich relativ rasch fort. Der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) ist hierbei der gefählichste und lästigste Vertreter für unsere Pflanzen. Man erkennt ihn beim betrachten eine Blüte, wo sich die Tiere sehr schnell in die uneinsehbaren Blütenbestandteile zurückziehen. Besonders die Frühbeet- und Gewächshauskultur bietet ihm hierbei besonders gute Lebens- und Vermehrungsbedingungen. Leider ist diese Thripsart mit gängigen Insektiziden schwer zu bekämpfen. Sehr wirksame Spritzmittel, sind momentan nur Gärtner des Erwerbsgartenbaus mit entsprechendem Sachkundenachweis vorbehalten. Dem Kakteenfreund bleibt bei einem starken Befall eigentlich nur die Vernichtung aller sich entwickelnden Blüten, möglichst schon im fortgeschrittenen Knospenstadium. Der Kalifonische Blütenthrips bevorzugt besonders das reichhaltige Angebot an Blütenpollen für die Vermehrung. Zusätzlich sollte die Raubmilbe (Amblyseius cucumeris) als Fraßfeind für die kleinen Erstlaven zum Einsatz kommen. Die adulten Larven und späteren Thripse werden hierbei leider nicht mehr durch die Raubmilbe bejagt. Es gibt auch Erkenntnisse, das die adulteren Thripselarven und ausgewachsene Tiere möglicherweise Larven der Raubmilbe fressen. Daher ist die Dezimierung eines Befalls ein langwieriger Prozess und erfordert sehr viel Geduld.

Hinweis zu Pflanzenschutzmitteln: Der Anbietermarkt für zugelassene Pflanzenschutzmittel ist sehr dynamisch, insbesondere für den Heim- und Kleingartenbereich. Eine Übersicht über aktuell zugelassene Pflanzenschutzmittel für einzelne Schadorganismen erhalten sie auf der Webseite vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

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