Rimacactus

Roy Mottram erstellte im Jahr 2001 diese monotypische Gattung auf Basis der bereits durch Jonas Martin Lüthy im Jahr 1994 beschriebenen Art Eriosyce laui. Alfred Bernhard Lau fand diese Pflanzen im Jahr 1986. Sie wachsen in einem sehr lebensfeindlichen, kargen Gebiet aus Felsspalten heraus. Der Gattungsname bezieht sich hierauf und wird aus dem lateinischen Wort “rima” – Riss/Spalte abgeleitet. Die zugeordnete monotypische Art Rimacactus laui ist stark gefährdet. Die von R. Mottram vorgenommene und publizierte Klassifizierung, “Bradleya Nr. 19: Seiten 75-82 (2001)”, fand keine große Akzeptanz, daher ist die Art weiterhin in der Gattung Eriosyce zugeordnet.

In Sammlungen und Gärtnereien ist die Gattungsbezeichnung Rimacactus immer mal wieder auf den Etiketten zu finden, nicht zuletzt, um die Spezies “laui” in dem Zusammenhang hervorzuheben.

Verbreitungsgebiet:
Chile – Region Antofagasta, Küstenwüste südlich von Tocopilla, einige Kilometer entfernt entlang der Küstenlinie, in 400 – 800 m


Kulturhinweise

  • Wurzelechte Pflanzen anspruchsvoller, dann auch keine Anfängerpflanzen
  • Fäulnis über die Wurzel häufiges Problem
  • Benötigt gut durchlässiges Substrat
  • Gepfropft schneller im Wachstum, mastiger und auch stark sprossender, jedoch stabiler in der Kultivierung

Substrat:
Mineralische Standardmischung
(Bims, Zeolith, Kies, Kieselgur in der Körnung 2-4 mm)

Wachstumszeit:

April – September

  • Sonniger bis halbschattiger, Standort im Gewächshaus, Frühbeet, regengeschützter Balkon oder Terrasse
  • An sonnigen Tagen mit hochsommerlichen Temperaturen für gute Durchlüftung sorgen
  • Übergießen der Pflanze vermeiden
  • Verschieben Sie beabsichtigte Wassergaben an bewölkten und kühleren Witterunsphasen auf wärmere Zeiträume

Ruhezeit:

Oktober – März

  • Absolute Trockenheit bei einer durchschnittlichen Temperatur zwischen 5-10°C
  • Toleriert kurzzeitig Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt

Fotodetails in der Galerie

Planzennamen und Synonyme nach Edward F. Anderson und Urs Eggli

Rimacactus →  Eriosyce
– laui→  Eriosyce laui

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